Pixel Pott
Berichte PC

Die besten Hardcore-Shooter für den PC

Die besten Hardcore-Shooter für den PC

Shooter haben eine jahrhundertelange Tradition auf dem PC. Von Doom über Counter-Strike bis hin zu Call of Duty ist wohl mittlerweile für jeden Spielertypen etwas dabei. Eine besondere Art der Schießbuden hat sich in den letzten Jahren entwickelt und findet immer mehr Anklang: die sogenannten Hardcore-Shooter. Dort sind ein bis zwei gezielte Treffer tödlich, das HUD ist minimalistisch gehalten oder gar nicht erst vorhanden und es spielt sich generell alles sehr viel langsamer als bei vergleichbaren Titeln. Oft sind Kommunikation und Absprache dringend notwendig, da selbst Teammitglieder nicht immer hervorgehoben werden. Kurz gesagt: sie versuchen so realisisch wie möglich zu sein, sind aber auch dementsprechend anspruchsvoll und einsteigerunfreundlich. Hier möchte ich euch meine aktuellen Favoriten für den PC vorstellen.

Squad

Squad ist eine im nahen Osten stattfindende, komplexe Gefechtssimulation, bei der es neben einem zuverlässigen Finger am Abzug auch auf logistisches Geschick ankommt. Truppen wollen bewegt, Posten errichtet und Nachschublinien gesichert werden. Wer seinen Truppentransporter verpasst muss auf den nächsten Warten oder extrem lange Fussmärsche auf sich nehmen, die schon langweilig werden können. Wer bei Squad erfolgreich sein will, muss zwingend mit seinem Team kommunizieren und selbst dort gibt es Hierarchien, denn der Squadleader bekommt Anweisungen von Kommandanten und so weiter. Es geht nicht nur um das Ballern an sich, sondern um den Aufbau einer funktionierenden Befehlskette. Und so kann es vorkommen, dass man die Runde lang nur Truppenchauffeur spielt und Mitglieder von A nach B bewegt. Genauso gut könnt ihr aber auch zur Sabotage feindlicher Fahrzeuge eingesetzt werden, oder ihr sollt mit einem Kameraden einen gegnerischen Sniper ausschalten, der eurem Squad das Leben zur Hölle macht. Und auch wenn die teilweise aufkommende Langatmigkeit für manche Leute abschreckend wirken kann, so belohnt Squad willige Spieler mit einer Immersion, die nicht viele Kriegsspiele bieten können.

Hell Let Loose

Auch wenn der logistische Part nicht ganz so komplex wie bei Squad ausgearbeitet ist, Hell Let Loose würde ich am ehesten als Squad mit WWII-Setting bezeichnen. Auch hier sind Nachschubförderung und Kommunikation neben einem ausgeprägten Sinn fürs Schießen ausschlaggebend über Sieg oder Niederlage. Hell Let Loose bietet akkurate Nachbildungen echter Weltkriegswaffen und umfasst Maps, die an die entscheidensten Schlachten des Krieges angelehnt sind. Neben der Infanterie könnt ihr euch auch hinter das Steuer von Panzern und anderen Fahrzeugen klemmen, nimmt also schon leichte Battlefield 1942 Züge an. Auch hier kann es mal zu etwas langezogenen Passagen kommen, allerdings läuft Hell Let Loose schon schneller als Squad ab und hat nicht so viel potentiellen Leerlauf.

Insurgency: Sandstorm

Wer keine Lust auf Fahrzeuge, lange Wege oder wirkliche Schlachtenplanung hat und sich stattdessen Häusergefechte auf engem Raum liefern möchte, der sollte zu Insurgency: Sandstorm greifen. Das Spiel bedient als Setting wie auch Squad den nahen/mittleren Osten in der Gegenwart, verzichtet dabei aber auf größtenteils auf offenes Feld und verlegt den Fokus der Gefechte in dicht bebaute Siedlungen. Das Gameplay ist nichtsdestotrotz sehr simulationslastig und verzeiht keinerlei Fehler – langsames und bedachtes Vorgehen wird belohnt, Call of Duty’sches Umherstürmen mit dem Tode bestraft. Runden dauern in der Regel nicht so lang wie bei Squad oder Hell Let Loose und man ist auch schneller wieder am Ort des Geschehens, längere Laufwege gibt es hier so gut wie nicht. Von den Spielen, aus dieser Liste ist es der “schnellste” und auch der wahrscheinlich am einfachsten zu erlernende Shooter. Perfekt für Leute, die realistisches Gunplay wollen, vielleicht aber keine Lust auf ständige Kommunikation haben und Counter Strike-mäßig einfach mal ein paar Runden zocken wollen, ohne sich zu viele Gedanken machen zu müssen.

Escape From Tarkov

Wer nicht immer abhängig von seinen Teammitgliedern sein möchte und lieber selber auf die Jagd gehen möchte, der sollte eine Blick auf Escape from Tarkov werfen. EFT spielt in der namensgebenden Stadt Tarkov, aus der ihr, wie der Name ebenfalls verrät, entkommen müsst. Dabei machen sowohl NPCs als auch echte Spieler Jagd auf euch und euer Loot, denn nur wer es lebend aus Tarkov schafft darf seine schwer erarbeitete Beute behalten. Ihr reist also fast unbewaffnet in einer der in Tarkov spielenden Maps, sammelt Ausrüstung und versucht dann, innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits wieder an einen Extraktionspunkt zu gelangen. Das Spiel setzt dabei so sehr auf realistisches Vorgehen, dass ihr selbst per Regler einstellen könnt, wie geduckt und wie schnell ihr laufen wollt – denn Sound spielt in EFT eine sehr wichtige Rolle. Oft seht ihr eure Gegner gar nicht sondern solltet genau hinhören, denn Schritte oder Aktionen wie das Öffnen von Türen verraten eure Gegner viel effektiver als das bloße Vertrauen auf die Glubscher. Wenn man ETF spielt sollte man sich jedoch im Klaren sein, dass das Spiel verdammt frustig sein kann und es einige Zeit dauern wird, bis sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen.

Hunt: Showdown

Thematisch komplett anders als die vorherigen Titel, dennoch nicht weniger interessant. In Hunt: Showdown spielt ihr einen Jäger, der mit bis zu zwei weiteren Jägern Monster erlegen muss. Dazu muss man Hinweise aufsammeln, die einem das Versteck dieser Bossmonster verraten, um es dann zu töten und zu verbannen. Das Problem an der Sache: die anderen Teams haben das selbe Ziel. So muss man sich neben computergesteuerten Zombies und anderen Monströsitäten auch noch gegen andere Jäger durchsetzen. Dadurch kommt es zu taktischen Spielereien: wartet man, bis ein anderes Team den Boss findet und staubt nur noch ab? Oder versucht man selber alles zu meistern und sich schnellstmöglichst aus dem Staub zu machen, bevor andere Teams bei einem aufschlagen? Der Tod wird auch in Hunt: Showdown hart sanktioniert, denn gute Jäger (und gute Ausrüstung) müssen gekauft werden und durch Permadeath bedeutet das Ableben der Figur den Verlust selbiger. Und auch in diesem Titel spielt der Sound eine ganz große Rolle: im Sterben liegende Pferde wiehern beim Vorbeilaufen, Krähen werden aufgeschreckt und fliegen in die Luft oder Hunde im Zwinger bellen laut los – alles Dinge, die den Standort verraten können. Hunt ist gnadenlos und hat, wie auch EFT, eine sehr steile Lernkurve. Besonders zu Beginn könnte sich schnell Frust einstellen, wer aber dran bleibt wird mit einem spannenden (Team)shooter belohnt, der unkonventionelle Wege geht und dadurch umso interessanter ist.

Pat

Kommt aus Essen und zockt gerne mal, am liebsten Multiplayer- und Horrorgames.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Werkzeugleiste springen