Die Welt der Pixelkicks. Heute: Pro Evolution Soccer Management

EntwicklerKonami
PublisherKonami
PlattformPlaystation 2
24. März 2006

EA gegen Konami. Ein Duell, das bei Fussballspielen zumindest damals auf Augenhöhe stattfand. Mal hatte das japanische Studio die Oberhand, mal waren die Jungs aus Kanada bei den Gamern erfolgreicher, so wie es wohl auch aktuell eher der Fall ist. 2006 sah die Welt aber anders aus. PES 5 und 6 hatten das Genre fest im Griff, FIFA galt wenn überhaupt als eSport-Titel, der aber auch mit einigen zweifelhaften Mechaniken zu kämpfen hatte. Doch reine Fussballsimulationen reichten Konami nicht mehr, man wollte EA auch in einem anderen Subgenre schlagen, das ein paar Jahre später von Sports Interactive beherrscht werden sollte: Manager-Spiele.

Der Fussball Manager von EA galt lange Zeit als Referenz für Manager-Spiele und wurde später Stück für Stück vom Football Manager von Sports Interactive als Genreprimus abgelöst (passend dazu lest euch gerne die FM 2022 Story vom Kollegen Sebastian durch). 2006 wollte Konami nun auch mitmischen und brachte Pro Evolution Soccer Management (nur in Europa) auf den Markt, das nur für die Playstation 2 erschienen ist. Die Voraussetzungen waren eigentlich keine schlechten, schließlich genoss Pro Evolution Soccer einen hervorragenden Ruf und galt als das derzeit beste Fussballspiel auf dem Markt. Der reine Europa-Release und ein geringes Marketingbudget waren allerdings schon Warnsignale, die sich zu Release dann als berechtigt herausstellten.

Pro Evolution Soccer Management litt unter zwei großen Problemen, die das Spiel im Endeffekt auch sehr schnell wieder in die Irrelevanz befördert haben. Das waren zum einen die fehlenden Lizenzen, die an sich erst einmal kein Problem wären (die PES Modding-Szene damals war sehr breit aufgestellt), sich jedoch auch auf die Datenbank im Spiel (die auf PES5 basierte, obwohl sich PES6 schon in Entwicklung befand) ausgewirkt haben. So gab es eine Vielzahl an Spielern einfach nicht, die durchaus von Interesse gewesen wären. Der wohl größere Kritikpunkt war allerdings das Ligensystem, das ohne Auf- und Abstiege ausgekommen ist. So gab es bis auf internationale Wettbewerbe keine Auswirkungen auf die Teamkonstellationen, jede Saison wurde von den selben Mannschaften bestritten. Man konnte sich als Trainer zwar hocharbeiten und zu größeren (unlizenzierten) Klubs wechseln, wirkliche Langzeitmotivation kam dabei jedoch nicht auf.

Fünf Monate später schlug SEGA mit einem ähnlichen Konzept in Europa auf. Das Spiel hat bis heute eine aktive Community und gilt als besseres PESM. Um welches Spiel es sich dabei handelt? Das finden wir in der nächsten Folge heraus!

Über Pat 179 Artikel
Kommt aus Essen und zockt gerne mal, am liebsten Multiplayer- und Horrorgames.

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