Kurzreview: Playerunknown’s Battlegrounds (XBox One Version) – Back to the early access roots

Die Hochphase von PUBG ist schon länger vorbei. Fortnite ist mit Usain Bolt Geschwindigkeit an dem einstigen Platzhirsch vorbeigezogen und hat Spieler auf allen Plattformen an sich gebunden. Playerunknown’s hat diese Möglichkeit nicht, neben dem PC ist das Spiel nur noch auf der XBox One released worden – damals ein großer Coup für Microsoft, mittlerweile wohl eher (eben Dank Fortnite) eine Randnotiz. Doch unabhängig von aktuellen Hypes und Trends, kann die Konsolenversion des Battle Royale Mitbegründers überzeugen oder ist innerhalb der ersten Minuten schon Schluss?

Ich habe viele Stunden in die PC Version von PUBG gesteckt und war seit Anfang der Early Access Phase mit dabei und war daher sehr gespannt, was bei der Vollversion rauskommt und welche Neuerungen und Verbesserungen die Spieler erwartet. Auch die Release-Version für den PC habe ich rauf und runter gespielt und habe mir dann aus Interesse auch mal die XBox One Version geschnappt. Und da stellte sich nach ein paar Runden leider direkt Ernüchterung ein. 

Für die Leute, die nicht wissen, was die Prämisse von PUBG ist: ihr sitzt in einem Flugzeug, springt an einem von euch gewählten Ort ab, sammelt Waffen und versucht neben 99 anderen Mitstreitern, als Einziger übrig zu bleiben. Damit man nicht einfach durchgehend an einem Ort campen kann wird die Karte nach bestimmten Zeitintervallen immer kleiner, wer sich dann außerhalb des sicheren Bereiches aufhält stirbt.

Die XBox One Version wirkt dabei wieder wie die Early Access Version für den Rechner. Das betrifft sowohl Performance als auch die generelle Erscheinung. Man hat starke Framerateeinbrüche und ab und zu setzt der Sound aus, die Menüführung und die Texte wirken teilweise nicht fertig und deplatziert. Solche Probleme sind natürlich gerade für einen Shooter Gift – Probleme, die PUBG auch damals bei der EA hatte. Auch die Hitboxen wirken nicht rund, hin und wieder fragt man sich schon, warum man jetzt ins Gras gebissen hat.

Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass man die X1 Version jetzt erstmal wieder Brach liegen lässt und sich, wenn überhaupt, nur um die PC Version kümmert. 

Wenn man sich mit dem bunten Stil von Fortnite nicht anfreunden kann und mit Kollegen trotzdem ein paar Battle Royale Runden auf der Konsole zocken möchte, dann kann man unter Umständen und mit Abstrichen in der Spielbarkeit schon zuschlagen – schließlich können auch mittelprächtige Spiele mit der richtigen Gruppe Laune machen, gerade wenn das Spiel an sich viel Potential besitzt. Das Potential muss aber in sehr naher Zukunft zumindest teilweise ausgeschöpft werden, sonst wird PUBG eventuell bald auch nur noch unter „ferner liefen“ zu finden sein.