Kolumne

Hidden Gem der Woche #4: Mothergunship

Hidden Gem der Woche #4: Mothergunship

Plattform: Windows, Xbox One, Playstation 4
Erscheinungstermin: 17. Juli 2018
Genre: Ego-Shooter
Developer: Grip Digital, Terrible Posture Games
Publisher: Grip Digital

Als Ego-Shooter hat man es heutzutage schwer. Auch wenn der Markt immer mal durch spannende Projekte etwas aufgelockert wird, so bleibt es am Ende doch bei den Platzhirschen, die seit Jahren das Genre bestimmen – ob qualitativ gut oder schlecht sei dahingestellt. Das es für gelungene Titel zwischen Call of Duty und Battlefield nicht viel Platz gibt durfte als wohl prominentestes Beispiel wohl Titanfall 2 erfahren, das zu Release damals mindestens ebenbürtig mit CoD und BF ablieferte, von beiden Franchises aber zahlentechnisch zermahlen wurde und so leider etwas in der Versenkung verschwunden ist, obwohl es ein wirklich großartiges Spiel war und immer noch ist.

Mothergunship spielt budgettechnisch natürlich in einer ganz anderen (sprich: kleineren) Liga als Titanfall 2 und ist daher nicht wirklich als Maßstab zu nehmen, dennoch ist auch dieses Machwerk quasi unter dem Radar geflogen, obwohl es spielerisch einiges zu bieten hat. In Mothergunship müsst ihr mit eurer Figur einen Haufen Blechgegner erledigen und ballert euch dabei immer von Raum zu Raum, die alle prozedural erstellt werden und so kein Durchgang dem anderen gleicht. Doch das allein macht Mothergunship nicht zu einem besonderen Erlebnis. Das wohl größte Feature ist der Bau eigener Waffen. Während der Missionen erbeutet oder kauft ihr Waffenteile, die ihr dann mit einer Art Stecksystem zusammenbauen und nutzen könnt. Ihr habt beispielsweise einen Adapter mit drei Steckmöglichkeiten und habt als Läufe einen Raketenwerfen, eine Minigun und eine Schrotflinte parat. Sollte der Adapter groß genug sein könnt ihr alle Läufe anbringen und so mit einem Raketenminishotgewehr rumballern, könnt die Waffen aber auch auf zwei Hände aufteilen und so Akimbo-Style durch die Räume heizen. Je weiter ihr kommt, desto besser und mächtiger werden dann sowohl Waffen als auch Gegner. Das Gun- und Gameplay erinnert an eine Mischung aus Doom und Bullethell-Shooter Marke Ikaruga. Ihr müsst ständig in Bewegung sein und euch auch sehr vertikal fortbewegen, jede längere Pause könnte euren schnellen Tod bedeuten. Solltet ihr tatsächlich sterben, sind eure Waffen und eingesammelten Ressourcen auch weg – Roguelites lassen grüßen.

Auch wenn man dem Titel sein geringen Production Value anmerkt und er grafisch nicht wirklich vom Hocker reißt, so stimmen Gameplay und auch Humor dafür umso mehr und jedem Fan von Rogue-Lites und sehr schnellen Shootern sei Mothergunship ans Herz gelegt – mittlerweile auch für einen sehr kleinen Taler erhältlich.

Pat

Kommt aus Essen und zockt gerne mal, am liebsten Multiplayer- und Horrorgames.

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