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Tutorial: Raspberry Pi mit Recalbox zur Retro Gaming Konsole aufrüsten

Der Raspberry Pi bietet für Käufer schier unendliche Möglichkeiten für allerlei Einsatzgebiete und ist ein wirkliches Allround-Talent. Für Gamer bietet der Raspi eine besonders attraktive Alternative: mit Hilfe der Recalbox, einer Emulationssoftware mit einer großen Auswahl an integrierten Emulatoren (u.a. NES, SNES, Mega Drive, N64, PSX), lässt sich das kleine Stück Hardware in eine vollwertige Retrokonsole verwandeln. Wie genau das geht möchte ich euch in diesem Tutorial vorstellen.

Was brauchen wir:

  • Einen Raspberry Pi (ich würde mindestens das 3er Modell wählen, damit ist eine Emulation bis hin zur Dreamcast möglich) | ca. 36€
  • Eine Micro-SD Karte 32 GB |ca. 10€
  • Ein Gehäuse für den Raspberry Pi. Hier gibt es eine große Auswahl an Gehäusen, die wie alte Konsolen aussehen, Ein paar Beispiele findet ihr weiter unten.
  • Ein Netzteil Micro-USB 2,5A | ca. 10€
  • Ein HDMI Kabel | 10€
  • Einen USB bzw. Bluetooth Controller | 15€ – 30€
  • Optional: ein Kartenlesegerät für den PC/Laptop | ca. 15€

Bezüglich der Cases für den Raspberry Pi eine kleine Auswahl an Retrokonsolen-Designs (ein Klick auf das Bild führt euch zu Amazon):

Bitte achtet dabei darauf, dass das Gehäuse zu der von euch gekauften Raspberry Pi Revision passt. Kauft ihr euch also einen Raspberry Pi 4, so sollte auch das Gehäuse mit dieser Version kompatibel sein.

Sobald ihr eure Komponenten alle beisammen und den Raspi zusammengebaut habt geht es nun an die Installation der Software. Dazu besucht ihr die Seite https://download.recalbox.com/de/ und wählt im ersten Schritt Raspberry Pi. Danach klickt ihr die entsprechende Version eures Gerätes an und klickt zum Abschluss auf das Betriebssystem eures Rechners, um die passende Software herunterzuladen.

Nach dem erfolgreichen Download installiert ihr das Programm, legt die Micro-SD Karte in den Rechner bzw. Kartenleser ein und startet dann den Raspberry Pi Imager.

1. Klickt auf OS WÄHLEN
2. Wählt den Punkt “Emulation and game OS”
3. Klickt nun auf Recalbox
4. Wählt dann die passende Version für euren Raspberry Pi aus
5. Danach klickt ihr auf “SD-KARTE WÄHLEN” und klickt in der Liste eure SD Karte an
6. Zum Abschluss drückt ihr auf “SCHREIBEN”

Sobald der Vorgang ausgeführt wurde könnt ihr die Micro-SD Karte aus dem Lesegerät nehmen und in den Raspberry Pi stecken. Schließt den Raspi danach per HDMI an euren Monitor/TV an, steckt den Controller rein und verbindet das Netzteil mit eurer neuen Retrokonsole. Der Raspberry sollte nun hochfahren und euch mit einem Recalbox Bootlogo begrüßen. Nach der Initialisierung, die etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, solltet ihr euch danach im Hauptmenü befinden, von dem aus ihr in die verschiedenen Emulatoren wechseln oder an den Einstellungen herumschrauben könnt.

Ein paar Demospiele sind auch schon installiert, Roms müsst ihr euch natürlich selber besogen, da dies an dieser Stelle den legalen Rahmen sprengen würde. Diese Roms könnt ihr entweder auch noch auf die SD Karte ziehen oder separat auf einen USB-Stick packen, den ihr dann ebenfalls in den Raspberry stecken könnt.

Solltet ihr eure Recalbox mit dem WLan verbunden haben könnt ihr auch mit Hilfe eures Rechners auf die Software zugreifen, dazu müsst ihr in der Adresszeile eures Browsers die IP-Adresse der Recalbox eintragen. Ihr solltet dann ins Backend gelangen, in dem ihr Einstellungen vornehmen oder auch Roms direkt hochladen könnt. Sollte dazu Interesse bestehen kann ich gerne auch noch einmal dazu ein Tutorial verfassen.

Ansonsten wünsche ich euch nun viel Spaß beim Ausprobieren und Zocken, bei Fragen könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

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